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© Förderverein Arycan Gran Canaria e.V.
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FÖRDERVEREIN ARYCAN Gran Canaria e.V.
Mittwoch, 08. August 2018
Donnerstag, 09. August 2018 Freitag, 10. August 2018 Samstag, 11. August 2018 Sonntag, 12. August 2018
Jeder von Euch kennt die Zwinger in der Auffangstation… leer wären sie uns am liebsten, aber das wird leider -zumindest in naher Zukunft- noch ein Traum bleiben.
Die Auffangstation ist für „spanische“ Verhältnisse wirklich gut. Es gibt immer Futter und Wasser, die Tiere werden (zumindest notdürftig) auch medizinisch versorgt, die Zwinger werden täglich gereinigt… Aber es ist uns bleibt ein „Gefängnis“ mit Betonböden und Gitterstäben :o( Ohne Abwechslung für die Hunde, ohne Gassigänge (wäre auch nicht möglich, da die Station ja direkt an der Autobahn liegt)… einzig und allein die freiwilligen Helfer und die Pfleger, die ab und an vorbeischauen und die ein oder andere Streicheleinheit verteilen, sind ein Lichtblick im trostlosen Alltag zwischen Eisen und Beton.
Manch einer der Hunde findet sich mit seinem Schicksal ab und macht einfach das Beste draus… viel Schlaf, ausruhen… und fressen geht ja auch immer. Das setzt dann manchmal aber leider auch an ;) Es gibt aber auch Hunde, gerade die bewegungsfreudigen Rassen, die werden im Zwinger totunglücklich… egal in welche Richtung sie auch rennen – nach einen paar Metern kommen wieder Wände oder Gitterstäbe. Mona zum Beispiel lässt nichts unversucht… irgendwo muss es doch einen Ausweg geben? Nein, gibt es nicht…
Vom Ende der Zusammenarbeit mit dem Hundezuhause, wo viele unserer Fellnasen ein vorübergehendes Heim gefunden haben, hat auch Carolina gehört. Carolina ist schon seit vielen Jahren mit Andrea befreundet. Ihre Mutter kommt aus Gran Canaria und sie hat oft mehrere Wochen im Jahr auf der Insel verbracht. Carolina ist Tierärztin und hat dann während ihres Aufenthalts auf Gran Canaria immer wieder auch in der Albergue geholfen. Auch in Deutschland ist Carolina immer wieder ehrenamtlich für die Fellnasen unterwegs. Sie betreut zum Beispiel in der Tierherberge Kamp-Lintfort die Tiere dort und hat mit der Tierheimleitung gesprochen, ob sie uns nicht bei der Vermittlung von ein paar Fellnasen aus Gran Canaria helfen können. Auch wenn ein Tierheim in Deutschland auch nicht optimal für die Tiere ist, so gibt es doch gewaltige Unterschiede zur Unterbringung in der Albergue Insular – und in manchen Tierheimen ist der Unterschied zu einer privaten Pflegestelle mit vielen Hunden gar nicht so groß. In Kamp-Lintfort haben es die Tiere wirklich sehr gut. Obwohl Andrea Carolinas Urteil natürlich absolut vertraut, hat sie es sich nicht nehmen lassen, sich das Tierheim selbst einmal anzuschauen.
Oder vielleicht doch?
Die Hunde leben dort in großen Gruppen mit jeder Menge Auslauf. Sie haben Sand und Gras statt Beton, können jederzeit von drinnen nach draussen und es gibt jede Menge Gassigänger, die fast täglich die Hunde zum Spaziergang abholen. Die ca. 40 Hunde, die dort versorgt werden, können toben, planschen, spielen – und werden von den ausgebildeten Mitarbeitern und natürlich auch von Carolina liebevoll betreut. Die Gehege sind wirklich riesig und sie bieten den Tieren jede Menge Abwechslung.
Auch für die Katzen und die Nagetiere wird dort richtig was getan. Die Katzen haben ebenfalls ein riesiges Gehege mit jeder Menge Kletter- und anderer Beschäftigungsmöglichkeiten. Und auch de Nagerhaltung ist wirklich vorbildlich. Christina, die ja Expertin für Meerschweinchen ist, war begeistert :o) Und Canario, der ebenfalls mit war zur Besichtigung, hat schon Freundschaft mit einer Samtpfote geschlossen!
Den Tieren geht es wirklich gut. Auch Clarissa, die ja während ihres Studiums schon das ein oder andere Tierheim gesehen hat, war begeistert. Rudelhaltung, Garten, Auslauf, Spaziergänge… nur der Platz auf dem Sofa fehlt eigentlich noch ;o) Aber auch auf größeren Pflegestellen oder in kleinen privaten Einrichtungen  in Deutschland können nicht immer alle Hunde auf dem Sofa schlafen und es gibt oft auch verschiedene Gruppen, die getrennt werden müssen. Natürlich muss es trotzdem für einen Hund, der sein Zuhause und seine Familie verloren hat, ganz schrecklich sein, in einem Tierheim zu landen – auch in einem deutschen! Wenn man aber seit Wochen auf Gran Canaria zwischen Beton und Stahl sitzt, dann ist ein netter Platz in einem kleinen deutschen Tierheim mit Ausläufen mit viel Gras zwischen den Pfoten, mit netten Gassigängern, Hundekumpeln und ebenso netten Mitarbeiter und Helfern schon mal ein riesiger Fortschritt in Sachen Lebensqualität! Da vermisst „Hund“ auch kein Sofa sondern ist einfach nur froh, nicht mehr nur von hartem Beton umgeben zu sein. Natürlich wäre es viel besser, wenn die Hunde direkt in ein neues Zuhause fliegen könnten. Aber leider trauen sich viele Menschen nicht, sich auf ein „Überraschungs-Ei“ aus dem Ausland einzulassen. Und die Argumente und Gründe sind auch nicht alle von der Hand zu weisen. Viele Menschen suchen auch – völlig zu Recht – erst im Tierheim in der Nähe nach einem neuen Freund fürs Leben. Und gerade kleinere, nette, unkomplizierte Hunde sitzen meist nicht lange dort und werden schnell gefunden und adoptiert. Wir sind daher wirklich sehr froh, dass wir – oder besser ein paar unserer Fellnasen – die Chance bekommen, über das Tierheim Kamp-Lintfort ein Zuhause zu finden. Gerade für Hunde, die auf der Insel im Zwinger ziemlich leiden, ist das eine tolle Möglichkeit, von Menschen im Tierheim gesehen und adoptiert zu werden, und schon in der „Wartezeit“ ein viel besseres Leben zu haben.
Der erste, der sich mit Hilfe von Carolina in Kamp-Lintfort auf die Suche macht, ist Tony Lauren. Für ihn war es wirklich höchste Zeit, dass er die Auffangstation verlassen konnte und so war Andrea mehr als froh, dass Carolina angeboten hat, sich um ihn zu kümmern. Jeder, der ein wenig Terrier-Erfahrung hat, kann sich vorstellen, dass dem (reinrassigen) Jack-Russel der Zwinger viel zu eng war. Jetzt genießt er neue Eindrücke und kann nach langer Zeit wieder Gras unter den Pfoten spüren, er tobt mit den anderen, er geht Gassi, er genießt es einfach, nicht mehr nur von Beton umgeben zu sein und ist schon viel ausgeglichener und glücklich :o)
Herzlichen Dank an Carolina, die den Kontakt hergestellt hat und die Zusammenarbeit und auch die Fellnasen weiterhin betreuen wird! Und ein riesiges Dankeschön an die Mitarbeiter in Kamp-Lintfort für I hre Bereitschaft zur Kooperation!
Auf dem Gnadenhof bei Elke geht mit den Pferden und Hunden alles seinen geregelten Gang. Aber die kleine Frau Holle hat Elke einen richtigen Schrecken eingejagt. Eigentlich hilft Frau Holle immer bei der Stallarbeit, sie „unterhält“ sich dann mit Elke und fordert auch lautstark ihr Essen ein. Aber auf einmal kam sie nicht mehr um im Stall helfen. Natürlich hat sich Elke auf die Suche nach ihr gemacht und als sie sie fand, saß sie nur apathisch da und maunzte mich nicht wie üblich an. Fressen wollte sie, ging das aber irgendwie nicht. Sie versuchte immer irgendetwas zu erbrechen. Also ab zum Tierarzt mit der kleinen Motte. Dort tippte man auf einen bösen Sturz. Elke könnte sich aber auch gut vorstellen, dass sie vielleicht mal jemandem unter die Hufe gekommen ist? Beim Röntgenbild stellte sich dann raus, dass die Luftröhre total deformiert war und die Lungen voller Flüssigkeit waren. Frau Holle musste 2 Tage in der Klinik bleiben und als Elke sie abholte, maunzte sie schon wieder und hilft jetzt wie zuvor bei der Stallarbeit.
Die kleine Frau Holle hat nochmal richtig Glück gehabt!
Aber es scheint es sich unter den Samtpfoten in Vallesecco rumgesprochen zu haben, dass man bei gesundheitlichen Problemen am besten bei Elke Hilfe sucht. Auf einmal tauchten bei ihr noch ein getigerter Herr auf (Elke nennt ihn nun Michel aus Madrelagua, nicht aus Lönneberga) und 3 kleine vollkommen handzahme Miezen auf. Michel und Frau Holle verstehen sich prächtig. Mit den Hunden klappt es noch nicht ganz so gut, aber Elke arbeitet dran. Auf jeden Fall müssen die Neuzugänge auch ganz bald kastriert werden, damit ja kein Nachwuchs mehr kommt.
Kastriert ist Lela schon lange. Aber erst jetzt entdeckt sie ihre Vorliebe für vegetarische Kost. Oder ist es eher der Futterneid den Meerschweinchen gegenüber?
Die Podis sind anscheinend alle müde :o) Jedenfalls haben Kiano und Shani müde Fotos geschickt!
Gar nicht mehr müde ist Luna. Ihr geht es wirklich immer besser!
Über die kleine Zoe gab´s einen Zeitungsbericht :o)  Sie ist das „Tier der Woche“ im Moerser Stadt-Panaroma! Vielleicht finden sich darüber die richtigen Menschen für die kleine Maus?
Nicht in der Zeitung aber online ist der Bericht über das Sommerfest in Köln :o) http://www.arycan-archiv.de/sommerfest_2018.htm
Andrea ist wieder zurück auf der Insel und kann gleich wieder von Verbesserungen in der Albergue berichten. Das zweite Katzengehege wurde auch renoviert.
Die Samtpfoten, die dort einziehen und auf Adoptanten warten, sind natürlich auch alle zuvor kastriert worden. Genau wie die Patienten der vergangenen Woche :o)
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Gestern gab´s ein Fest im Tierheim Duisburg. Auch die Notmeeris Ruhrgebiet hatten da einen Stand und Christina hat neben Barry, Zoe und Lela auch einen Ordner mit den anderen Arycan-Fellnasen mitgenommen. Zoe hat gleich neue Freunde gefunden :o)
Alte Freunde waren bei Gertrud zu Besuch. Kito, der einmal ein wirklich schlimmer Notfall auf der Insel war, hat mit seinem Rudel in Gießen vorbei geschaut. Schön, sie alle so glücklich zu sehen! Weitere Fotos bei den Happy Dogs.
Dienstag, 14. August 2018
Falls sich jemand fragt, ob Luna auch Kinder mag – mag sie :o) https://youtu.be/2ZNLPYM4MMw
Über die Kastrationsaktion in Santa Lucia ist ein Zeitungsbericht erschienen. Die Kernaussage lautet, dass Kastrationen eine vorbeugende Maßnahme gegen das Aussetzen von zahllosen Tieren sind. Dem stimmen wir uneingeschränkt zu!
Maria ist gestern bis nach Luxemburg gefahren um für Kayla die Vorkontrolle zu machen. Ganz lieben Dank dafür :o)